feiern
es gab einmal eine zeit wo es noch keine worte gab für das alles hier. wo das einfach so passierte. und man war mittendrin, schaute zu und hatte irgentwelche gedanken dabei. aber ohne worte. gibt es das denn überhaupt? überhaupt bestimmt schon aber innen im kopf? klar dauernd. es war die ohne worte zeit wo wir uns in allen möglichen situationen immer nur so komisch anschauten mit großen augen, den kopf schüttelten und fast nichts mehr sagen konten als: ohne worte… brutal… der wahnsinn… ohne worte echt… das war sozusagen unser glücksgedicht. gemeint war damit ein erstauenen, eine bewunderung für das überweltigende, umwerfende, das simpel und unspektakulär eben doch irgentwie monomentale der momente in denen man drin war, die durch einen durchgehen. der ausdruck des gefühls das man es sich toller und abgefahrener garnicht vorstellen konnte und noch nie erlebt hatte und so weiter und so weiter.
so fängt die dokumentation “feiern” an die versuch das gefühl und das erlebnis der techno kultur zu beschreiben. unglaublich wie genial die sache erzält wird. unglaublich wie viele erlebnise ich teile mit den leuten in dem film. das erste mal als ich ins u60311 gegangen bin war ich erschlagen. von der musik. von der athmo. von dem gefühl das in der luft hing. und ich war sprachloß, konnte nichts mehr sagen und bin “zerflossen” zur musik und das ohne beim feiern drogen konsumiert zu haben. das gefühl war einfach überweltigend. das ist jetzt fast 5 jahre her. wenn ich heut zu tage clubben gehe ist das erlebnis ein anderes. zumindest teilweise hat es sich geändert. mit 18 wollte ich mich vollaufen lassen, mädels aufreißen und nebenbei bsichen tanzen um spaß zu haben. heute ist es umgedreht. ich geh clubben um die musik zu erleben. um mit freunden und unbekannten in dem mehr aus tönen zu versinken und die kontrole zu verlieren. wenn nebenbei noch ein flirt “rausspringt” ist das chillig aber kein muss mehr. auch alkohol konsum ist ziemlich nebensächlich geworden. so ändern sich gewisse sachen aber andere bleiben gleich: die liebe zur musik. die liebe des erlebnisses.

