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Archiv der Kategorie texte

Ulrike meinhof im toten trakt

categorie:

texte

zeitpunkt:

20. September 2009

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Aus der Zeit: 16.6.72 bis 9.2.73:

das Gefühl, es explodiert einem der Kopf (das Gefühl, die Schädeldecke müßte eigentlich zerreißen, abplatzen)

das Gefühl, es würde einem das Rückenmark ins Gehirn gepreßt,

das Gefühl, das Gehirn schrumpelte einem allmählich zusammen, wie Backobst z.B.

das Gefühl, man stünde ununterbrochen, unmerklich, unter Strom, man würde ferngesteuert

das Gefühl, die Assoziationen würden einem weggehackt

das Gefühl, man pißte sich die Seele aus dem Leib, als wenn man das Wasser nicht halten kann

das Gefühl, die Zelle fährt. Man wacht auf, macht die Augen auf: die Zelle fährt; nachmittags, wenn die Sonne reinscheint, bleibt sie plötzlich stehen. Man kann das Gefühl des Fahrens nicht absetzen. Man kann nicht klären, ob man vor Fieber oder vor Kälte zittert

man kann nicht klären, warum man zittert

man friert.

Um in normaler Lautstärke zu sprechen, Anstrengungen, wie für lautes Sprechen, fast Brüllen

das Gefühl, man verstummt

man kann die Bedeutung von Worten nicht mehr identifizieren, nur noch raten

der Gebrauch von Zisch-Lauten – s, ß, tz, z, sch – ist absolut unerträglich

Wärter, Besuch, Hof erscheint einem wie aus Zelluloid

Kopfschmerzen

flashs

Satzbau, Grammatik, Syntax – nicht mehr zu kontrollieren. Beim Schreiben: zwei Zeilen – man kann am Ende der zweiten Zeile den Anfang der ersten nicht behalten

Das Gefühl, innerlich auszubrennen

das Gefühl, wenn man sagen würde, was los ist, wenn man das rauslassen würde, das wäre, wie dem anderen kochendes Wasser ins Gesicht zischen, wie z.B. kochendes Tankwasser, das den lebenslänglich verbrüht, entstellt

Rasende Aggressivität, für die es kein Ventil gibt. Das ist das Schlimmste.

Klares Bewußtsein, daß man keine Überlebenschance hat; völliges Scheitern, das zu vermitteln

Besuche hinterlassen nichts. Eine halbe Stunde danach kann man nur noch mechanisch rekonstruieren, ob der Besuch heute oder vorige Woche war

Einmal in der Woche baden dagegen bedeutet: einen Moment auftauen, erholen – hält auch für paar Stunden an

Das Gefühl, Zeit und Raum sind ineinander verschachtelt

das Gefühl, sich in einem Verzerrspiegelraum zu befinden

torkeln

Hinterher: fürchterliche Euphorie, daß man was hört, über den akustischen Tag-Nacht-Unterschied

Das Gefühl, daß jetzt die Zeit abfließt, das Gehirn sich wieder ausdehnt, das Rückenmark wieder runtersackt – über Wochen.

Das Gefühl, es sei einem die Haut abgezogen worden.

Das stachelschweindilemma

categorie:

privates, texte

zeitpunkt:

9. Juli 2009

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Habt ihr schon mal vom stachelschweindilemma gehört? Ich finde diese Art der beschreibung eines bestimten menschlichen Verhaltens sehr passend. Gehen wir von Folgender Situation aus:

alle Menschen sind stachelschweine, wir befinden uns im Winter in einem wald. Die kälte wird uns früher oder später töten. Um uns am leben zu erhalten kauern wir uns zusammen was jedoch zu starken Verletzungen fürt da wir uns gegenseitig unsere Stacheln in den Körper rammen. So wechseln wir ständig zwischen schmerzhafter nähe und der todbringenden Einsamkeit.

Wenn wir dies jetzt auf einen bestimmten teil der menschheit beziehen wirkt es sich so aus:

Die Einsamkeit bringt uns dazu einen Partner zu suchen. Je häufiger wir vergeben sind dezu mehr lernen wir das es immer und immer wieder zu Schmerzen fürt. Wenn wir Single sind vermissen wir aber genau jene Schmerzen da die Einsamkeit uns in tiefe Abgründe reißt. So wechseln wir von beiden schmerzhaften Stadien bis wir am Ende sterben da wir den Mittelweg nicht sehen oder sehen wollen.

“Love hurts, but sometimes its à good hurt and it makes me feel alive”

So Long, benji

zurück ins fegefeuer…

categorie:

texte

zeitpunkt:

4. Januar 2009

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ich sitze im auto. als beifahrer. ich rauche. aus meinen kopfhörern rauscht musik doch ich höre nicht auf den text. dinge rasen an mir vorbei. ich sehe menschen die mich nicht beachten. das ziel vor augen. der ort den ich hasse. der ort der mir seit über einem jahr nur probleme bereitet. der mich langweilt. der mich ankotzt. doch etwas anderes bleibt mir nicht übrig. ich rede mir ein das alles gut wird. doch ich weiß genau das es anders ist. nicht mehr lange dann ist es vorbei sage ich langsam und leise zu mir. noch 1,5 jahre ben… nur noch 1,5 jahre.. noch ein paar stunden und ich bin wieder im fegefeuer. am liebsten würd ich schreihen und heulen. doch es geht nicht. nur noch ein paar stunden und ich bin allein. dann bricht das leid aus…

ein liebesbrief

categorie:

texte

zeitpunkt:

7. Februar 2008

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Dir zu gestehen was ich fühle hat mich einiges an Überwindung gekostet obwohl ich vorher gesehen habe das ich keine Chance bei dir habe.

Trotzdem fällt es mir schwer nicht an dein Gesicht zu denken. Deine Augen zu vergessen ist nahezu unmöglich und nicht an dein süßes Lachen zu denken ist einfach nicht machbar. Ein Gespräch mit dir ist mehr wert als alles was ich besitze, deine stimme zu hören gleicht Engelsgesang.

Mir ist klar das wir uns noch nicht gut kennen da wir bisher nicht viel miteinander zu tun hatten und das wir bisher eine relativ lockere Freundschaft hatten, jedoch ist mir in den letzten Wochen klar geworden, was ich an dir habe. In den letzten Tagen wurde mir eine sache noch klarer: jede Sekunde ohne dich schleicht unerträglich.

Trotzdem schaffe ich es nicht dich anzurufen und ja mir ist klar das mein Verhalten paradox ist und das ich dir einfach direkt sagen sollte was ich denke, fühle, misse, wünsche aber ich trau mich nicht…

deswegen diese Zeilen, die dir hoffentlich ein, wenn auch kleines, Lächeln aufs Gesicht zaubern, so wie du es jedes mal schaffst wenn du mich anschaust oder mir eine Kleingkeit erzählst die eigentlich unwichtiger nicht sein könnte mir aber trotzdem viel bedeutet.

Will dir hiermit nur zeigen wie wichtig du mir geworden bist und wie sehr ich es vermisse dich zu sehen, mit dir zu reden, dich lachen zu sehen…

krieg im kopf

categorie:

texte

zeitpunkt:

25. Dezember 2007

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der krieg im kopf – der ständige kampf zwischen gut und böse – leben und sterben – sein oder nicht sein

mich quälen diese gedanken eigentlich rund um die uhr – egal ob es darum geht, dass mich trotz meines untergewichts meine “fettpolster” am bauch stören – dass ich die nächte durchmache und meine freundin versetze, obwohl ich weiß, dass meine beziehung darunter leidet – dass ich trotz meines iq’s keinen abschluss habe

ich denke mal jeder kennt das gefühl von krieg im kopf

das einzige, das mich noch am leben hält, sind wohl oder übel diese gedanken , meine freundin, die freundschaft zu baumi , kathi,  levent, julia, isi, einen inet friends und den ganzen anderen leuten die mir den rücken stärken

gefühle

categorie:

texte

zeitpunkt:

25. Dezember 2007

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Warum leide ich so unter diesen Gefühlen? Warum demütigt mich meine Vergangenheit tag zu tag und warum verbaue ich mir selber den weg meine Ausbildung zu schaffen? Ich kann mir diese fragen leider nicht beantworten was mich jedoch noch mehr stört ist das mir keiner helfen kann die Antwort auf meine Fragen zu finden. Des Weiteren stört mich mein Selbstzerstörungstrieb. Warum rauche und trinke ich in letzter zeit so viel? Auch auf diese frage habe ich keine Antwort. Eins weifl ich jedoch genau, dass ich es leid bin Tag für Tag zu leiden, dass ich es leid bin die Vergangenheit nicht verarbeiten zu können und dass ich nicht mehr weiter weifl. ich schreibe diese Zeilen um mir einen denk Anstofl zu geben, um meine Gefühle mitzuteilen und um evtl. eine Chance auf Heilung in Anspruch zu nehmen. um meine Probleme zu verstehen muss man ermal meine Vergangenheit kennen.

alles ging ca. Mitte der dritten klasse also in der Grundschule los als ich in der Theater ag meiner schule war. nach jeder probe hat mir ein junge aus der vierten klasse aufgelauert der mich 1. erpresst und 2. geschlagen hat. dies ging das ganze dritte Schuljahr und ich hielt es für klüger niemandem etwas zu sagen um nicht noch mehr stress zu bekommen. das vierte Schuljahr zog eigentlich mehr oder weniger an mir vorbei wie ein Traum, ich realisierte langsam das ich in einer Welt voller Ärsche und Wichsern lebte die spafl daran hatten andere Leute zu quälen und zu demütigen. richtig schlimm wurde es aber erst als ich in die weiterführende schule kam. in der fünften klasse ging es weiter wie es ende der dritten klasse aufgehört hat, das heiflt wieder ein Mitschüler der Spafl daran hatte seine Mitschüler zu quälen. die art der Demütigungen die ich über mich ergehen lassen musste waren Schläge (z.b. ins Gesicht oder bauch), Tritte (z.b. gegen den Brustkorb), aus Spafl auf einen fast 2 Meter groflen Schrank gesetzt zu werden auf dem ich mehrere stunden verharren musste, mich anzuspucken und so weiter. Was das schlimmste an der Situation war jedoch das weder meiner Mitschüler noch die Lehrer eingriffen um mir zu helfen, so taumelte ich von tag zu tag und hoffte auf Besserung, auf die ich jedoch weder Anspruch noch eine Chance hatte. das zu meiner Schulangst.

Warum ich keinen Abschluss habe ist anderes zu erklären, klarer weise hatten auch diese Erfahrungen dazu beigetragen das sich langsam aber sicher eine Schulangst entwickelte jedoch wahr zu diesem Zeitpunkt weder mir , noch meinen Eltern oder Lehrern klar das ich unter einem so genanntem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom litt. ein ADS ist im Volksmund häufiger unter dem begriff Hyperaktivität bekannt, jedoch litt ich nicht an Hyperaktivität (ADHS) sondern einer “einfachen” Konzentrationsstörung (ADS).

Als Mitte der neunten klasse (nach meinem 2ten sitzen bleiben inklusive quer Versetzung von der achten real- in die haupt-schulklasse 9) eine Lehrer (die Leiterin einer ADS Selbsthilfegruppe) darauf kam das meine Symptome einem ADS sehr ähneln. lustig nach circa 16/17 Jahren meines Lebens kommt einer drauf, ja damit könnte das zu tun haben. warum kann einfach keiner sehen dass dieses Schulsystem zu nix bringt? warum werden Menschen mit Störungen wie ich in die Psychiatrie gesteckt (ja ich war 2 Monate stationär und unzählige weitere Monate ambulant in psychotischer Behandlung) und Personen die unter klaren Aggressionen leiden werden in ihrem umfällt gelassen als währen sie normal. ich kann damit nicht zu Recht kommen das diese Personen ungestraft davon kamen und ich versuche diese Gefühle zu verarbeiten (siehe warum).

so long , euer (diese Welt verachtender) zw3rg

Fakten über mich:

127er IQ (test des (Uni-)Klinikums Frankfurt)
diagnostiziertes A(ufmerksamkeits) D(efizit) S(yndrom)
diagnostizierte L(ese) R(echtschreib) S(chwäche)
diagnostizierte Schulangst
viele seelische narben
fast kein Lebenswille mehr

danke ihr Wichser ich hab es fast geschafft mich zu zerbrechen …
den finalen Schritt habe ich bisher nur nicht gewagt …

jeder tag

categorie:

texte

zeitpunkt:

25. Dezember 2007

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Jeden Tag stirbt ein Teil von mir.
Ein Prozess der mich Leiden lässt.
Ein Prozess der mich nicht am Glück teilhaben lässt.
Ein Prozess der Schmerzen in mir lässt.
Ein Prozess der alles in Frage stellt.
Ein Prozess der mich beten lässt wann das alles vorbei ist.
Jeden Tag frage ich mich: Gott, wann bin ich wieder glücklich?